Generative Design
Was passiert mit Design, wenn KI Teil des Prozesses wird? Meine Masterarbeit zeigt, wo KI die Arbeit im Design verändert, und macht es greifbar: mit einem Textil, das es ohne sie nicht gäbe. Ein gewebtes Muster, das aus dem persönlichen Musikgeschmack entsteht.

Die Idee
KI wird gerade Teil jedes Designprozesses. Statt zu fragen, ob sie uns ersetzt, habe ich untersucht, wie sie unsere Rolle verschiebt: Welche Aufgaben übernimmt sie, wo stößt sie an Grenzen und welche neuen Möglichkeiten eröffnet sie? Vor allem Produkte, die komplexer und wirklich persönlich sind.
Mit der rasanten Entwicklung von KI wird ihr Einsatz immer selbstverständlicher und am Ende unverzichtbar: ein zentraler Teil des Designprozesses.
Das Muster
Jeder Song bekommt ein emotionales Profil: 13 Emotionen und ihre Intensität, jeweils einer Farbe zugeordnet, auf Grundlage von Studien zu Musik und Emotion. Die Anteile dieser Farben ergeben einen Fingerabdruck des Songs.
Ein neutraler Kreis ist die Grundform. Komplexität, Dynamik und Tempo verformen ihn, schnelle Songs stärker als langsame. Viele Songs zusammen ergeben ein Muster, das unverwechselbar deins ist.


Weben
Ich habe mich für das Weben entschieden, wegen seines kulturellen Werts, seiner Haptik und seiner Langlebigkeit. Es ist langsamer als Digitaldruck und farblich begrenzter. In Kombination mit KI lassen sich trotzdem neue Muster effizient entwerfen und produzieren.






Fazit
Die Forschungsfrage: Kann KI-basiertes Design zu besseren Produkten führen? KI wird eine zentrale Rolle spielen, bleibt bei Kreativität und Weitblick aber wohl hinter dem Menschen zurück.
Designerinnen und Designer bleiben unverzichtbar. Ihre Rolle verschiebt sich vom Gestalten hin zum Kuratieren und Leiten eines Prozesses, der stark von KI geprägt ist. Das gewebte Stück zeigt, was diese Zusammenarbeit möglich macht.